Spektakulärer Sieg gegen Wolfurt

11/02/2019

Am Sonntag traten die Wölfe ihr Heimspiel für einmal in Diessbach an, da es schwierig ist, die Platzverhältnisse in Münsingen in dieser Jahreszeit vorherzusagen. Zu Gast war mitunter einer der Favoriten in der NLB, der RHC Wolfurt.

 Es ging nicht wirklich lange, ehe die Partie so richtig ins Rollen kam. Bereits nach 18 Sekunden schickten die Unparteiischen Rubi/Novo den Münsinger Kapitän Silas Brand mit blau vom Feld. Den darauffolgenden Direkten parierte Torhüter Rubin gekonnt und auch in Unterzahl hielten die Münsinger stand. Nach gut zehn Spielminuten konnten die Gäste aus einer gelungenen Druckphase Profit schlagen und gingen mit einem Doppelpack von Bosch und Eberle mit 0:2 in Führung. Silas Brand konnte zwar in einer unübersichtlichen Situation vor dem Wolfurter Tor noch zum Anschlusstreffer verwerten, ehe Liga-Topskorer Bosch die Gäste mit einem erneuten Doppelpack auf 1:4 erhöhte. Die Wölfe fanden nun immer besser ins Spiel und kamen mit dem glatten Untergrund von Minute zu Minute besser klar. Jonas Schädeli konnte noch vor dem Pausenpfiff den wichtigen Treffer zum 2:4 erzielen.

kuriose Szenen nach dem Seitenwechsel
Nach dem Pausentee kamen die Münsinger stark zurück (zweite Halbzeit ohne Wirth) - vorallem aber Münsingens Topskorer Lanz. Er benötigte nicht zwei Minuten um einen Bilderbuchkonter zu verwerten und mit dem 3:4 Anschlusstreffer die Hoffnung der Wölfe nochmals zurückkommen liess. Bosch verwertete zwar den Direkten nach dem 10 Teamfoul noch souverän, wobei Lanz seine Antwort per Penalty bereits parat hatte. Nun aber erwies Münsingens Torhüter Rubin seiner Mannschaft einen Bärendienst, indem er sich die blaue Karte abholte. Was nun? Münsingen nur angetreten mit einem Torhüter (Eggimann abwesend durch Militär), musste einen Feldspieler ins Tor stellen. Nicht allen ist jedoch bewusst, dass die Wölfe mit Jonas Schädeli einen «Hybriden» im Team haben. Der Spielertrainer war nämlich bis zu seinem 21. Lebensjahr NLA-Torhüter und durchlief die Juniorennationalmannschaften der Schweiz, ehe er sich dafür entschied, seine Laufbahn als Feldspieler fortzusetzen. «Kalt» parierte Schädeli sogleich einen Penalty. Die Gäste konnten zwar mit einem Zehrer-Faden ins Eck noch auf 4:6 erhöhen, waren aber dann mehr und mehr verunsichert über die Geschehnisse. Lanz verwertete nach blauer Karte gegen Bartes zum 5:6 und David Schädeli erzielte mit einem Weitschuss den erstmaligen Gleichstand. Kurz vor Schluss bat sich den Aaretaler gar die Möglichkeit auf den Sieg, als Daniel Zehrer 35 Sekunden vor Ablauf der Uhr Tobias Cebulla von den Schuhen fegte. Den anschliessenden Direkten konnten die Wölfe leider nicht verwerten, womit die Verlängerung Tatsache wurde.

Lanz krönt Leistung mit Game-Winning-Goal
Während der ganzen Verlängerung kamen beide Teams zu guten Möglichkeiten. Bei Münsingen fiel auch noch Leichtnam aus, was für die sonst schon dezimierten Münsinger nicht gerade förderlich war. Dennoch fand die mit Abstand beste Offensive der Liga keinen Weg vorbei am Münsinger «Torspieler» Schädeli. Unermüdlich rannten die Wölfe nochmals an und verwerteten durch einen weiteren Lanz-Treffer tatsächlich das Game-Winning-Goal in der Overtime.

Spieletrainer Schädeli fand nach dem Spiel klare Worte: «Das ist eine riesen Geschichte und ist einfach nur geil! Das Team war heute bereit, füreinander die eigenen Kräfte zu opfern und war in der Offensive genug geduldig. Hier haben wir gezeigt, dass wir jeden Gegner bezwingen können, egal was passiert. Hut ab vor meiner Mannschaft, für den Willen und die Leidenschaft in diesem Spiel.»

 

 

 

 

 


 

 

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